Als aktiver Forscher im Bereich Datenbanken, war die
VLDB-Konferenz, die letzte Woche in Wien stattfand, für mich einer der Höhepunkte des Jahres. Meine
Arbeitsgruppe Model Management des
Lehrstuhls Informatik 5 (Datenbank und Informationssysteme) der RWTH Aachen präsentierte dort ihr Werkzeug
GeRoMeSuite.
GeRoMeSuite unterstützt Entwickler beim Umgang mit Modellen und Beziehungen (Mappings) zwischen Modellen, indem es zum Beispiel Verfahren zum Erkennen von Beziehungen zwischen Modellen oder zur Integration von Modellen bereitstellt.
Das Thema Model Management ist auch bei
Microsoft Research (MSR) ein wichtiges Thema. Das hier schon vorgestellte
ADO.NET Entity Framework basiert auf Ergebnissen aus diesem Forschungsbereich. Des Weiteren präsentierte
Phil Bernstein von MSR ein
Tutorial zu diesem Thema.
Weitere Themen mit Bezug zu SQL Server bzw. .NET waren der
Keynote-Vortrag von Surajit Chaudhuri and Vivek Narasayya von MSR zu Self-Tuning Databases. Dieser Vortrag beschäftigte sich mit dem Thema, wie man in einer Datenbank abschätzen kann, wann ein Index Vorteile bringt und damit erzeugt werden sollte, und wie man solche Situation automatisch anhand des Workloads erkennen kann. Die Ergebnisse dieses Forschungsbereichs, an dem seit über 10 Jahren geforscht wird, sind im SQL Server unter den Stichwörtern Index Tuning Wizard bzw. Database Engine Tuning Advisor zu finden. Der Vortrag gab einen umfassenden Überblick über die Herausforderungen und Probleme, die bei der Entwicklung dieser Tools zu lösen waren.
Die gleiche Gruppe präsentierte einen
Artikel zum Thema Profiling von Datenbank-Anwendungen. Ein generelles Problem beim Profiling von DB-Anwendungen ist, festzustellen, welcher Teil des Systems (Anwendung oder Datenbank) eigentlich einen Performance-Bottleneck darstellt. Die Forscher von MSR haben dafür ein Tool für ADO.NET entwickelt, welches die Performance-Daten der Anwendung und der Datenbank miteinander kombiniert und somit eine genauere Analyse ermöglicht.