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Delayed Signing (partial Signing, verspätetes Signieren): Delayed Signing bezeichnet eine Technik, um öffentliche Assemblies, die sich noch in der Entwicklungsphase befinden, teilweise zu signieren.
Beim Signieren eines Assemblies wird mit Hilfe eines öffentlichen und eines privaten Schlüssels zum einen das so genannte Public Key Token in das Manifest eines Assemblies geschrieben und zum anderen wird eine mit Hilfe des privaten Schlüssels erstellte digitale Signatur in den PE-Header des Assemblies eingetragen, die über den öffentlichen Schlüssel des Assemblies validiert werden kann. Zum Erstellen dieser digitalen Signatur benötigt man demnach das öffentliche/private Schlüsselpaar während zur Validierung dieser Signatur der öffentliche Schlüssel ausreicht. Signierte Assemblies können in den Global Assembly Cache (GAC) installiert werden und andere .NET-Applikationen können über den Strong Name zudem die exakte Version dieses Assemblies einbinden und referenzieren.
Einmal signierte Assemblies können nicht mehr geändert werden, da sich durch die Änderung der Hashwert des Assemblies ändert und sich damit die digitale Signatur mit dem öffentlichen Schlüssel nicht mehr auflösen lässt. Mit anderen Worten können einmal signierte Assemblies nicht mehr geändert werden ohne dass die digitale Signatur ihre Gültigkeit verliert oder ? im Kontext des Entwicklungsprozesses - nach jeder Assembly-Änderung muss diese erneut digital signiert werden.
Um die Funktionalitäten des öffentlichen Assemblies aber bereits während des Entwicklungsprozesses zu testen ohne dabei fortlaufend auf den mitunter streng geheimen privaten Schlüssel eines Unternehmens zugreifen zu müssen, kann das Public Key Token über den Prozess des Delayed Signing eingebunden und ein Platzahlter für die digitale Signatur in den PE-Header des Assemblies eingetragen werden. So können Assemblies zu Testzwecken auch ohne digitale Signatur in den GAC installiert und von anderen .NET Applikationen referenziert werden. Vor dem offiziellen Release des Assemblies wird der Platzhalter dann schließlich durch die echte digitale Signatur ersetzt.
Delayed Signing wird also in erster Linie beim Softwareentwicklungsprozess eingesetzt, um die Funktionalitäten eines öffentlichen Assemblies zu testen, ohne dabei das Assembly dem teilweise aufwändigen Prozess der Signierung zu unterziehen.
verwandte Glossar-Einträge:relevante ZfS-Dokumente:Delegate (Callback, Rückruf): Ein Delegate ist ein Objekt, welches auf eine Methode zeigt, die zu einem späteren Zeitpunkt aufgerufen werden kann.
Ein Delegate wird definiert über die Parameter-Signatur und den Rückgabewert. Beim Erzeugen des Delegate-Objektes gibt man dann den Methodennamen an.
Die wesentlichen Unterschiede zum direkten Methodenaufruf sind nun die Tatsachen, dass
- über die Delegate-Definition festgelegt wird, welche Methoden-Parameter in der Methode vorhanden sein müssen und
- Delegates sowohl synchron wie auch asynchron aufgerufen werden können.
verwandte Glossar-Einträge:Destruktor (Finalizer):
Der Destruktor ist eine Methode, die vor dem endgültigen Löschen eines Objekts aus dem Speicher vom Garbage Collector (GC) aufgerufen werden kann. Destruktoren können z.B. definiert werden, um Ressourcen (z.B. offene Datenbankverbindung, geöffnete Dateien u.ä.) zu schließen bzw. freizugeben. Falls die Basisklasse eines Objekts ebenfalls einen Destruktor definiert, wird dieser ebenfalls vom Garbage Collector aufgerufen.
Definiert werden Destruktoren mit dem Tildezeichen ~ gefolgt vom Klassennamen, z.B. ~ Klassennamen() {} . Eine Parameterübergabe an den Destruktor ist nicht möglich.
Es wird nicht gewährleistet, dass der Destruktor tatsächlich vom Garbage Collector aufgerufen wird.
verwandte Glossar-Einträge:DOM (Document Object Model):
Das Document Object Model (DOM) ist eine vom Word Wide Web Consortium (W3C) standardisierte Programmierschnittstelle für den Zugriff auf hierarchisch strukturierte Dokumente wie HTML- oder XML-Dokumente.
Die Dokumente werden dabei gemäß ihrer hierarchischen Anordnung als Baum verwaltet.
Das .NET-Framework stellt mehrere Klassen zur Verfügung, um diesen Objekt-Baum im Hauptspeicher zu verwalten. Die Klassen XmlNode und XmlDocument aus dem Namespace System.Xml beispielsweise ermöglichen den Zugriff auf und die Manipulation von XML-Dokumenten, während die Klasse HtmlDocument aus dem Namespace System.Windows.Forms den Zugriff auf HTML-Dokumente ermöglicht.
Da für die DOM-Repräsentation das gesamte Dokument in den Hauptspeicher geladen werden muss, sollte man diesen Ansatz nur dann wählen, wenn man z.B. schreibenden Zugriff auf die Struktur benötigt. Für einen lesenden Zugriff eignet sich z.B. die XmlReader-Klasse, die weniger Ressourcen benötigt.
Insbesondere AJAX- und RIA-Applikationen nutzen diese Programmierschnittstelle intensiv, um ganz gezielt einzelne Teile einer HTML-Seite (repräsentiert als Knoten im DOM) zu manipulieren, ohne die gesamte Seite neu laden zu müssen.
verwandte Glossar-Einträge:DTD (Document Type Definition): Eine DTD legt die Struktur eines XML-Dokuments fest. Die DTD kann innerhalb eines XML-Dokuments angegeben sein oder ein Verweis auf eine separate Datei sein. Im Gegensatz zu einem XML Schema kann man in einer DTD allerdings die Struktur nur sehr grob angeben. So sind z.B. keine genauen Typangaben möglich.
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