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Das .NET-Glossar

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Refactoring: Als Refactoring bezeichnet man das "Aufräumen" bzw. die Restrukturierung von Quellcode, um die Lesbarkeit, Wartbarkeit und Erweiterbarkeit einer Software mittel- und langfristig zu verbessern, ohne Funktionalität zu der Software hinzuzufügen. Refactoring beschränkt sich dabei also in erster Linie auf die Syntax eines Softwareartefakts, ohne die Semantik zu ändern. Visual Studio unterstützt seit der Version 2005 Refactoring-Funktionalitäten. Diese vereinfachen z.B. das Umbenennen von Methoden und Klassen u.v.m.



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Referenztyp (Reference Type): Referenztypen werden im Speicher auf dem Heap verwaltet. In .NET werden komplexe Datenstrukturen wie z.B. Klassen als Referenztypen gespeichert. Diesen Typen ist gemeinsam, dass sie die Daten nicht direkt enthalten, sondern lediglich einen Verweis auf die entsprechende Stelle im Speicher.

Beim Kopieren von zwei Referenztypen macht sich diese Speicherverwaltung bemerkbar: Weist man z.B. einer Klassen-Variable A eine zweite Klassen-Variable B zu, wird auf dem Stack lediglich eine zweite Referenz angelegt, die auf die gleiche Stelle im Heap zeigt wie die Variable B. In diesem Fall werden die Daten also nicht wirklich physikalisch dupliziert, sondern existieren nur einmal im Speicher! Änderungen an den Heap-Daten beeinflussen daher beide Referenzen (A und B) auf dem Stack.



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Reflection: Als Reflection bezeichnet man das Konzept, Metadaten eines Assemblies zur Laufzeit zu ermitteln.

Die Reflection-Klassen sind im Namespace System.Reflection gekapselt.



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RIA (Rich Internet Application): Der Begriff Rich Internet Application bezeichnet im Allgemeinen eine Klasse von Anwendungen, die die Eigenschaften und Funktionalitäten (z.B. klassische User Interfaces) traditioneller Desktop-Applikationen besitzen, aber im Webbrowser ausgeführt werden und auf Internet-Technologien basieren.

Der Begriff Rich Internet Application wurde Anfang 2002 durch Marcomedia geprägt; ähnliche Konzepte schlugen aber bereits früher diese Richtung ein (z.B. ActiveX von Microsoft und Java Applets von SUN).

Im Gegensatz zu klassischen Webapplikationen, die den Client-Rechner fast ausschließlich zur Anzeige der Inhalte nutzen und die komplette Rechenlast (Applikationslogik) vom Server getragen wird, verteilen RIA die Rechenlast auf Server und Client, was den Kommunikationsbedarf (und damit den notwendigen Datentransfer) zwischen Client und Server stark reduziert.

Das .NET-Framework bietet seit der Version 3.0 mit Technologien wie XAML, WPF, XBAP und WPF/E Möglichkeiten, RIA zu realisieren. Mit dem WPF/E steht darüber hinaus ein Browser Add-On zur Verfügung, mit dem RIA auch plattformübergreifend implementiert werden können.



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Routed Events: Die Windows Presentation Foundation (WPF) erlaubt die hierarchische Schachtelung von Komponenten. Ein Image-Objekt beispielsweise kann in einem Button-Objekt enthalten sein, das wiederum in einem Canvas-Objekt enthalten sein kann. Entsprechend dieser Element-Hierarchie unterscheidet die WPF auch drei verschiedene Arten der Ereignisbehandlung:

  • Direktes Event: nur das Element, bei dem das Ereignis eingetreten ist (Ereignisquelle), hat die Möglichkeit, auf das Ereignis zu reagieren. Im oben dargestellten Beispiel würde also bei einem Mausklick auf das Image-Objekt auch nur dieses Objekt die Möglichkeit haben, das Ereignis entsprechend zu behandeln.
  • Bubbling Event: das Event wird ausgehend von der Ereignisquelle bis hoch zum Wurzel-Element der Hierarchie gereicht. Im oben dargestellten Beispiel würde ein Mausklick auf das Image-Objekt zuerst an das Image-Objekt selbst, anschließend an das Button-Objekt und schließlich an das Canvas-Objekt geleitet.
  • Tunneling Event: invers zum Bubbling-Event wird das Ereignis vom Wurzel-Element der Hierarchie ausgehend abwärts zur Ereignisquelle geleitet. Im oben dargestellten Beispiel würde ein Mausklick auf das Image-Objekt also zuerst zum Canvas-Objekt, anschließend zum Button-Objekt und schließlich zum Image-Objekt geleitet.
Gemäß Konvention wird einem Tunneling-Event das Präfix Preview vorangestellt. Beispielweise stellt KeyDown die Bubbling-Version und PreviewKeyDown die Tunneling-Version des gleichen Events dar.



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